Ein massiver Eichenfund erhielt eingelassene T-Nuten, zwei leichte Ansteckplatten und ausfahrbare Diagonalstützen. Zum Familienfest wird aus sechs Plätzen zwölf, im Alltag bleibt alles kompakt. Eine dünne Seifenlauge schützt, ohne Glanz; kleine Kratzer verschwinden im Rhythmus der Pflege, statt nervös zu schreien.
Ein rollbares Bücherregal bildet tagsüber Sichtschutz fürs Videogespräch, abends öffnet es den Raum. Der Couchtisch parkt unter dem höhenverstellbaren Schreibtisch; eine Leuchte wandert an die Leseecke. Kein Möbel ist fixiert, doch nichts wirkt provisorisch, weil Farben, Texturen und Maße als Familie geplant wurden.
Für wechselnde Gäste entstand ein Ruheort mit kontrastreichen Kanten, klaren Griffzonen und stufenlosen Übergängen. Das Bett besitzt Seitenhandläufe, die wie ein Designdetail aussehen; der Kleiderschrank hat ausziehbare Böden. So bleibt Würde, Selbstständigkeit und Stil, ohne sichtbare Institutionalisierung oder Barrieren, die den Raum belasten.